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bodyfestival 2016

Vom 15. – 28.08.2016 wird das beliebte Sommer-Event stattfinden.

Die Anmelde-Unterlagen finden sie hier zum Download!

Anmeldezeitraum: 25.01. – 31.05.2016. (Teilnehmerzahl begrenzt)

Herzliche Grüße Ihr Ginkgo Team

 

 

Das hier angezeigte Heft ist vom letzten Jahr bodyfestival2015

(hier die mobile Version)

Schlüssel, Passwort, Brecheisen?

Welche Therapie passt zu wem?

Der Mensch besteht aus Körper und seinem Geist, wahlweise auch Seele, Psyche, Prana oder morphogenetisches Feld genannt, jedenfalls der Steuerung des materiellen Körpers. Bei einer Störung dieses Systems reparieren wir es, sprich, wir greifen zu einer Therapie. Bei rein körperlichen Störungen ist es noch einfach: Bei einem Knochenbruch nehmen wir eine Fixierung, bei Blutverlust eine Blutkonserve und bei einer Verbrennung halten wir die Wunde warm, keim- und berührungsfrei und warten ein paar Tage. Der Körper heilt sich selbst, wenn man ihn lässt.

Bei Störungen unserer Software wird es schwieriger: Wenn wir plötzlich anfällig für Bakterien und Viren geworden sind, wenn Schmerzen nicht verschwinden wollen oder wir kein Insulin oder Serotonin mehr bilden, dann stimmt offenbar etwas mit dem, was den Körper steuert, nicht mehr. Eigentlich würde uns ja einfach eine Information genügen, welche das Störprogramm wieder aufhebt. Ein jedes Computervirus wird mit ein paar Einsen und Nullen wieder unschädlich gemacht. Beim Menschen ist es ebenso. Also warum gibt es so unendlich viele verschiedene Therapien, die doch allesamt das gleiche Ziel haben? Ob Reiki, Rolfing oder Schamanismus, ob Mantren oder Mandalas, Diäten, Vitaminkuren oder Sportprogramme, Akupunktur, Antibiotika oder Nahrungsergänzung: Es geht immer wieder darum, etwas auszugleichen, was sich in unser Verhalten eingeschlichen hat und letztlich sogar den Stoffwechsel, also den Körper beeinflusst.
Wo liegt das Problem? Schließlich ist der Mensch vom Wesen her doch gar nicht so kompliziert. Wir haben alle das gleiche Bestreben - die widerstandsfreie Verwirklichung der eigenen Absicht. Allerdings sind wir sehr komplex, denn was genau unsere eigene Absicht ist und worin wir einen Widerstand verspüren ist so unterschiedlich wie es Menschen gibt. Das bedeutet, der eine Patient ändert sein Verhalten und Empfinden durch einen bloßen Hinweis, der andere lernt nur mit Schmerzen und ein weiterer glaubt, nur durch lange Begleitung in Sicherheit zu sein. Es ist also alles eine Frage des Eingangskanals, mit dem die Software angesteuert wird, eine Frage des passenden Schüssels für das Schloss. Der Schließmechanismus ist bei jedem Menschen der Gleiche: Wenn eine vermeintliche Bedrohung, etwa Chef, Partner, Eltern, Kontostand oder Wetter als ungefährlich eingestuft wird, dann stoppt damit sofort die Produktion von Stresshormonen – und ohne Stresshormone keine chronische (=stressbedingte) Krankheit oder Verhaltensstörung.

Die Kunst des Therapeuten ist also gar nicht so sehr, herauszufinden, was dem Patienten fehlt, sondern, wie dieser es empfangen kann. Für den Einen ist ein Rat eine intellektuelle Niederlage, er möchte sich seine Erkenntnis selbst erkämpfen, der andere braucht das Gefühl, für Heilung hart gearbeitet zu haben und der nächste will einfach nur solange gerettet werden, bis dass der Retter mit untergeht – nur um zu beweisen, dass man tatsächlich in Seenot war.
Meiner Ansicht und Erfahrung nach gibt es also bei schwierigem Heilungsverlauf weder falsche Therapien, noch unheilbare Krankheiten, sondern nur eine ungründliche Bestandsaufnahme der Erreichbarkeit des Patienten. Hierbei helfen die Werkzeuge der tiefenpsychologischen und soziologischen Persönlichkeits- und Biografieanalyse. Kennt man das Schloss, so ergibt sich der passenden Schlüssel.

Fallbeispiele:
Die Gymnasiallehrerin Johanna hatte eine Gräserallergie mit ziemlich heftigen Schüben. Ihre Nase lief, die Augen tränten, und bei der morgendlichen Fahrt zur Arbeit durch blühende Wiesen bekam sie teilweise kaum noch Luft. Ich habe nicht viel Ahnung von Biologie, aber wenn mir jemand sagt, dass er auf der Fahrt zur Arbeit krank wird und im Urlaub in der Toscana oder in der Provence nicht – obwohl es da auch blühende Wiesen gibt –, dann ist für mich klar, dass die Arbeit der krankmachende Auslöser ist und nicht irgendein Wildkraut auf der Wiese. In nur zwei Stunden verhalf ich Johanna, Arbeit und Wiese mit einem Coaching emotional zu entkoppeln. Sie hasste Ihre Arbeit danach zwar noch immer (bis zur nächsten Sitzung), wurde aber wenigstens nicht mehr krank davon. Dies ging nur, weil Johanna sich über ihren Intellekt definierte und es als Gewinn ansieht, durch schnelles verstehen Fakten zu schaffen (Erstgeborene, Sternzeichen Widder, großer Vaterbezug).

Der arbeitslose Erich kam zu mir wegen einer Katzenhaarallergie, die er seit der Jugend hatte. Die geliebte Katze entpuppte sich damals schnell als lästige Pflichtübung, denn die Eltern forderten von dem Jungen, dass er sich selbst und ausschließlich über die mühevoll erbettelte Katze zu kümmern hatte – anstelle Fußball zu spielen. Mit dem selben Verfahren wie bei Johanna entkoppelte ich die Katzenhaare vom Erwartungsdruck der Eltern und die Schübe blieben einige Tage aus. Allerdings bekam Erich einen schweren Rückschlag. In einem zweiten Gespräch stellte sich heraus, dass Erich sich sehr über seine Emotionalität definierte und unterbewusst einfach zeigen wollte, wie angegriffen er ist. Daher durfte für ihn eine Therapie nicht so einfach erfolgreich sein, damit würde er seine Rücksichtnahme und seinen Schutz verlieren, so befürchtete er. Dieses Thema haben wir dann in einem zweiten Termin bearbeitet. Durch den Ausstieg aus der Sohnesrolle konnte er fortan darauf verzichten, seine Verletztheit zur Schau zu stellen (Einzelkind, Sternzeichen Krebs, deutliche Mutternähe).

Andreas Winter, Psychocoach und Autor
www.derPsychocoach.de
www.mankau-verlag.de

 

 

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