TESTSITE13:23 09.10.2006
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Lebenslang wachsen?

Bringt uns nicht jede Situation, jede Herausforderung, eine neue Chance zum Wachstum?
Wenn wir als Menschen aufhören zu wachsen, stagnieren wir. Und das ist in der Evolution eigentlich nicht vorgesehen, denn Stagnation steht für Tod, für Nicht-Leben.

Schauen wir uns Kinder an, so sehen wir ganz deutlich, was „Wachstum“ bedeutet und wie ungeheuer lebendig es macht. Kinder wachsen nicht nur äußerlich gut sichtbar, nein, das Kinderleben ist auch prall gefüllt mit mannigfaltigen Herausforderungen, Abenteuern und Eindrücken. Die ersten Worte, die ersten Schritte, das erste Mal auf einen Baum klettern, das erste Mal auf der Bühne stehen,  das erste Mal Schule,  das erste Mal ganz allein… Der Weg eines Kindes ist gepflastert mit diesen „ersten Malen“. Für uns Erwachsene reduzieren sie sich im Laufe des Lebens immer weiter. Während wir als Kinder noch entzückt vor jedem Straßenmusiker stehen geblieben sind, haben wir als Erwachsene schon längst das Gefühl, so eine Musik schon tausendmal gehört zu haben. Wozu also stehen bleiben? Das Leben scheint auf diese Weise sicherer zu werden. Der Rahmen, in dem ich mich bewege, wird enger, aber er ist mir immerhin bekannt...
Wann hast du zum letzten Mal etwas zum ersten Mal getan?
Wie lange ist es her, dass du dich vom Leben zu einer „Verrücktheit“ hast verführen lassen, zu etwas, das dein Leben verrücken könnte? Wann hast du endlich die Reise gemacht, die du schon immer tun wolltest, hast dich vielleicht selbst mal zum Essen eingeladen, einem guten Freund einen Blumenstrauß geschickt oder hast dir plötzlich das sündhaft teure Sofa gekauft? Genau an diesen Schnittstellen findet immenses Wachstum statt. .

Wir signalisieren mit solchen Aktionen dem Leben: Heh, wir sind wach. Wir wollen wachsen. Wir wollen leben. Wir sind Schöpfer! Wir übernehmen die Verantwortung  für unser Leben zu 100 %! Da draußen gibt es nichts und niemanden, dem wir die Schuld dafür geben können, wenn unser Leben nicht so läuft, wie wir es uns wünschen

Ich ahne schon, wie viele Leser jetzt mit den Füßen scharren, und mir zu beweisen versuchen, dass in ihrem Leben aber ganz sicher andere die Schuld tragen. Ihr furchtbarer, unverständiger Chef, die Ehefrau, die einem das Leben zur Hölle macht – ganz zu schweigen von den pubertierenden Kindern.
Solange wir wählen uns als Opfer der Umstände zu fühlen, haben wir keine Chance. Wir geben damit alle Macht aus den Händen und können somit nur noch klagen und jammern. Wie wäre es, stattdessen die Frage in den Fokus zu nehmen: Wie will ich denn leben? Wie soll es denn aussehen, das Leben, das ich führen will? Schon das Nachdenken darüber bringt Schöpferkräfte in Bewegung. Und Gedanken erschaffen Dinge!

Im Horoskop lassen sich diese oben beschriebenen Schnittstellen feststellen – wann und in welchem Bereich uns das Leben zu neuem Wachstum auffordert. Ist das nicht eine gute Nachricht: Wir werden persönlich vom Leben eingeladen zu wachsen. Jeder äußere Planet im Transit zeigt uns auf seine unverwechselbare Art und Weise diese Einladung an, nämlich dem Leben zu vertrauen und die jeweilige Herausforderung anzunehmen.

Sind solche Herausforderungen immer spaßig oder leicht zu bewältigen? Sind sie immer schmerzfrei? Ganz sicher nicht. Es wird auch weh tun; aber es macht einen Riesenunterschied, ob ich ein Ereignis meines Lebens als Herausforderung betrachte oder mich als Opfer fühle. Das Horoskop kann eine große Hilfe dabei sein, diese Lebensphasen als besondere Lehrzeit zu begreifen und sie sich im Detail anzuschauen. Das Leben ist immer für uns. Sind wir auch für das Leben?  Wollen wir es wirklich wissen?

Nicole Nierste,
Astrologin und Gestalttherapeutin

Tel.  05102 / 916216

 

 


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Von: © Anke Van Wyk | Dreamstime

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