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Das neue Ginkgo Magazin: alternativ | bewusst | ganzheitlich

Verbreitung gedrucktes Ginkgo Magazin: Hannover & Region (Celle, Hildesheim, Hameln ...), Braunschweig, Göttingen & Umland (Südniedersachsen), Hannoversch Münden und Witzenhausen. 

Ginkgo Archiv

11/12-2016
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01/02-2017
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03/04-2017
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09/10-2017
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Ein gutes Leben – was ist das?

© Rawpixel | fotolia.com

„Hauptsache gesund“, sagt Maria. Für sie gibt es in Rumänien keine Versorgung vom Staat, mit der sie sich im Krankheitsfall noch ein gutes Leben vorstellen könnte. Ihre Gesundheit ist für sie einfach existenzbestimmend, entscheidet über die Qualität ihres Lebens.

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Moritz meint: „Erst während meiner schweren Krankheit wurden mir die Augen geöffnet. In dieser schweren Zeit habe ich eine Intensität von Leben erfahren, die ich 20 Jahre nicht gekannt habe. Mir ist, als hätte ich vorher gar nicht richtig gelebt“.

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Helmut beginnt zu strahlen: „Wenn meine Familie zusammenkommt und wir alle um den großen Tisch in der Küche sitzen und uns bis spät in die Nacht austauschen können – das ist für mich ein gutes Leben“.

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Für Ira dagegen ist Familie nervig. „Mir sind viele Menschen einfach zu viel. Ich brauche Ruhe, Zeit für mich allein. Ein paar Freunde, die ich treffe und die ich mag. Aber dann auch wieder meine Zeit für mich, unabhängig und frei“.

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Birgit braucht nicht lange nachzudenken: „Wenn ich mich bewegen und tanzen kann. Musik und Leben – die gehören für mich einfach zusammen“. Und denkt dabei wieder an das halbe Jahr zurück, das sie für ein Entwicklungshilfeprojekt in Kenia verbracht hat, voller Intensität, Tanz und Leben.
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Für Otto steht fest: „Ich halte mein Leben für besonders gelungen,  wenn mir meine Arbeit Freude macht – ein Dankeschön meiner Kunden ist für mich das Höchste“.

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Hartmuts Antwort kommt schnell: „Wenn mir mein Job ein Auto, ein Haus und ein Boot für mich und meine Familie ermöglicht. Ich möchte, dass meine Kinder es einmal besser haben als ich. Für mich war der Start hart und entbehrungsreich“.


„Ein gutes Leben – was ist das eigentlich?“  Sieben Menschen habe ich gefragt, sieben Antworten habe ich bekommen. Jeder von ihnen nennt etwas anderes, was für ihn ein gutes Leben ausmacht. Und bei jeder Antwort merke ich, wie ernst es jeder meint. Bei der Frage nach dem guten Leben wird  mir klar, wie individuell die Vorstellung von einem „guten“ Leben ist – jede Antwort ist ein Spiegelbild unserer menschlichen Vielfalt. Jede Antwort ist richtig und wirkt bereichernd.

Und so versuche ich für mich die Antworten so zusammenzufassen: Beim guten Leben geht es mir persönlich nicht vordergründig um ein schönes Leben, in dem ich immer nur glücklich bin. Für mich geht es vielmehr um ein gelebtes Leben – um ein Leben, in dem ich mich lebendig mit mir selbst, mit meiner Umwelt aus-einandersetze.

Für mich ist das Lernen an mir selbst der Kernaspekt schlechthin. Dazu gehört für mich der Austausch mit Menschen unbedingt dazu. Ich stelle mich meinen Mitmenschen zur Verfügung, nehme diese an, auf und wahr. Öffne mich so für die anderen Wahrheiten um mich herum, entdecke sie außerhalb meiner eigenen Wahrheiten.

Keine Frage: Harmonie ist eine wunderbare Kraft für ein gutes Leben – aber ohne Auseinandersetzung und Reibung – könnte ich so ein Leben wirklich dauerhaft aushalten und gutheißen, bin ich doch als in mir selbst widerstreitendes Wesen angelegt? Und diese Vielschichtigkeit zuzulassen, zu akzeptieren, dass es mehr als eine Antwort, einen Lebensentwurf gibt, das gehört für mich dann wesentlich zum guten Leben.


Ulrike v. Bergmann-Korn
Ärztin und systemische Therapeutin
Tel: 05103/2015  |  www.octogon-institut.de

Lösen, Loslassen und neu Erblühen

© roxichka25 | 123rf.com

Und es kam der Tag,
da das Risiko,
in der Knospe zu verharren,
schmerzlicher wurde
als das Risiko, zu blühen.   ~ Anaïs Nin


Wir kennen vielleicht das Gefühl der Sehnsucht nach „frischem Wind“ für unser innerstes Erleben. Jeder Augenblick unseres Lebens kann ein neuer Anfangspunkt für etwas Frisches und Neues sein. Dafür braucht es jedoch keine verunsichernde Veränderung unserer äußeren Lebensumstände. Vielmehr ist hier die innere Lösung von alten Denkmustern und inneren Strukturen angesprochen. Im Hier und im Jetzt können wir Altes und Belastendes verlassen. Wir können uns jetzt entscheiden, dass dieser Augenblick gekommen ist und lassen los, um uns nicht mehr festgefahren, sondern frei zu fühlen.

 „Jeder Moment ist immer neu und taufrisch“, schreibt Louise Hay. Es geht um die Veränderung einer tiefen, inneren Haltung, die uns bereits in jüngster Kindheit vorgelebt und von uns verinnerlicht wurde. Im Älterwerden sorgen wir durch unser Verhalten dafür, dass diese vorgelebten Muster erhalten bleiben, obwohl wir darunter leiden. Sie erscheinen uns vielleicht wertvoll, da sie uns bekannt und vertraut sind. Wir merken jedoch, dass sie in Wirklichkeit belasten oder sogar krank machen können. Alte Kritik, Schuldzuweisungen oder Ängste sorgen für einen eigenen, sehr negativen Spiegel unseres inneren Denkens. Entsprechende Begegnungen mit Menschen, die dieses Muster bedienen, sind vorprogrammiert.

Wir können die Gedanken zu unserer Vergangenheit verändern und neu besetzen. Wir können uns frei fühlen, indem wir uns von der Vergangenheit lösen und verzeihen, auch uns selbst.
Der sorgfältige Blick nach innen macht vielleicht Angst und verunsichert. Jedoch weiß ich aus Erfahrung, dass dies ungefährlich ist. Häufig fehlen uns die Worte, um zu beschreiben, was gerade passiert oder was wir empfinden. Unsere eigene „eingebaute“ Abwehr verhindert gerne den Zugang zu unserem Inneren. Unbewusst wehren wir uns dagegen, hinzuschauen, um zu erkennen und zu benennen, zum Schutz vor unbequemen oder schmerzhaften Erkenntnissen.

An dieser Stelle greifen kreative Methoden wie die Kunsttherapie. Die bildliche Darstellung als Parallele zu unseren inneren Zuständen ist ein Sprachrohr zu unserer verborgenen Erlebniswelt. Malerei oder skulpturales Arbeiten offenbart das Unaussprechliche, wofür wir keine Worte finden. Kreatives Tun löst Blockaden, bringt frischen Wind in unser Erleben und lässt Neues erblühen. Das prozesshafte Erleben in der Kunsttherapie bringt neue Erfahrungen und neue Strukturen für unser Handeln und Denken. Wir werden selbstbewusster, fühlen uns gestärkt und erschaffen so einen Nährboden für neues inneres Wachsen.

Wir lösen uns, wir lassen los, entwickeln frische Knospen und Erblühen neu.

Carola Walther-Opitz, psychoanalytische Kunsttherapeutin-M.A.
www.kunsttherapie-walther-opitz.de

 

 

Mut zur Veränderung

© fashionstock | 123rf.com
Alte abgestriffene Schlangenhaut

Mut zur Veränderung – Gedanken zum Thema

Mut zur Veränderung – dazu fällt mir eine Menge ein, lasse ich meinen Gedanken freien Raum. Zuerst einmal: Braucht es  denn Veränderungen überhaupt in unserem Leben und braucht es dafür Mut als Voraussetzung? Und um wen geht es hier - um mich, um die Menschen in meinem Umfeld, um die ganze Gesellschaft? Fange ich bei mir an - was bedeutet das Wort Veränderung für mich? Spontan denke ich an Abschied, aber auch an Aufbruch, an eine Schwelle, die es zu überschreiten gilt. Ganz wie Hermann Hesse es in seinem Gedicht von den Stufen beschreibt. Ein Leben, das „in Tapferkeit und ohne Trauern“ von Raum zu Raum durchschritten wird, in einer Haltung, die empfänglich bleibt für den Zauber, der jedem Anfang inne wohnt.
Als Symbol für die Veränderung fällt mir die Schlange ein mit ihrer Fähigkeit, sich zu häuten. Und zwar immer dann, wenn die alte Haut nicht mehr passt. Die ständige Veränderung ist ihr Programm. Auch ich schuppe mich, selbst wenn die äußere Haut mir bleibt, bin ich heute nicht mehr die, die ich gestern war. Dieses Programm zur ständigen Veränderung, das gibt es auch in mir …

Sollte es vielleicht so sein, dass auch mir die Veränderung als Lebensprogramm in die Wiege gelegt wurde, mit ständigen Häutungs- und Entwicklungsschritten? Brauche ich dazu überhaupt Mut? Woran liegt es, dass ich manchmal glaube, nur mit Mut sei der nächste Schritt, die nächste Entwicklung möglich?
Eindeutig: Viele meiner Körper- und Seelenprogramme brauchen gar keinen Mut. Sie laufen einfach ab,  vollziehen sich selbstständig wie die Zellteilung in meinem Körper, permanent und vollkommen unabhängig von Willen und Mut.

Mit meinem Geist verhält es sich da anders. Die Gewohnheit wird schnell Programm und erhält so eine Macht über mich. Das gilt auch für den Rhythmus, den ich meinen Lebensbedürfnissen angepasst habe. Oder sind es nicht viel mehr die Bedürfnisse meiner Eltern, Kinder, Freunde, Lehrer, Kollegen und Chefs? Die Bedürfnisse all der Gruppen also, denen ich mich – warum auch immer – zugehörig fühle, die meine Identität ausmachen und ohne die es nicht zu gehen scheint. Wenn ich darüber nachdenke, scheint gerade hier Veränderung Mut zu brauchen.

Neurophysiologisch nachgewiesen ist, dass das „Nicht-Dazuge-hören“ zu einer Gruppe, zu der ich mich zähle, das Ausgeklammertsein und -werden, eine Aktivität in Gehirnbereichen erzeugt, die vergleichbar ist mit einem massiven körperlichen Schmerzerlebnis. Körperliche und soziale Übergriffe werden als gleich schlimm wahrgenommen. Das macht mir klar, wann ich Mut für mein eigenes Veränderungs-programm brauche. Es reibt sich mit meinem Ur-Bedürfnis nach einem Leben in Gemeinschaft, von dem ich Bestätigung und Anerkennung bekommen möchte.

Hier braucht es Mut, um aus dieser Gemeinschaft herauszutreten, es braucht Kraft, den seelischen Schmerzen zu begegnen, und es braucht das Vertrauen, dass auch dieser Schmerz nachlässt und die Veränderung für mich passende neue Lebensmuster bereithält. Es ist die Gewissheit, dass die Veränderung mich nährt und trägt. Und so wünsche ich mir und allen, dass wir uns eine Stimmung des  Aufbruchs wie zu Beginn einer großen Reise bewahren. Um es mit den Schlusszeilen von Hesses Stufen-Gedicht zu sagen:

"Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!"

Ulrike v. Bergmann-Korn
Ärztin und systemische Therapeutin
Tel: 05103/2015
www.octogon-institut.de

Stille und Klarheit

© somchaij | 123rf.com

Stille und Klarheit

Ein paar Gedanken zum Thema: Ab und zu werde ich bei Klangmassage-Workshops oder im Rahmen der Ausbildung in der Peter Hess®-Klangmassage gefragt, ob man während einer Klangmassage nicht leise Entspannungsmusik im Hintergrund laufen lassen könne.

Stille? Bloß nicht!

Neulich kam mir mitten im Wald am Edersee, 5 km vom nächsten bewohnten Gebäude entfernt, ein junger Mann entgegengewandert, der über sein Handy zwar einigermaßen leise, aber dennoch die Naturgeräusche übertönend, Musik hörte, während er im Nationalpark spazieren ging...

Stille? Abschalten? Klarheit am Ende gar? Wo kämen wir da hin...?

Ich erinnere mich, wie ich als Kind - ich war vielleicht 8 oder 9 Jahre alt - mit großem Erstaunen feststellte, dass man in einem tief verschneiten, dichten Tannenwald absolut KEIN Geräusch von außen wahrnimmt. Es ist ein Gefühl, als hätte man Watte in den Ohren - „ohrenbetäubende Stille“ sozusagen. Was passiert? Die Gedanken kommen zur Ruhe! Ich sehe mich noch in dem Wald stehen und lauschen - völlig fasziniert von der ungewohnten Atmosphäre, die mich umgab. Ich weiß noch genau, wie ergriffen ich von dem Erlebnis war.

Heutzutage findet man diese Stille, dieses Lauschen und die damit verbundene Faszination immer seltener - warum eigentlich? Es wird anscheinend alles dafür getan, bloß keine Stille aufkommen zu lassen. Bestes Beispiel: Supermärkte mit Musik, Werbespots, Ansagen..., als wenn sich jemand dadurch mit Wonne Mehrausgaben leisten würde.
„Der Ton der Klangschale bringt die Seele zum Schwingen“ - so Peter Hess, der Begründer der nach ihm benannten Methode der „Klangmassage“, bei der unterschiedliche Klangschalen auf und um den bekleideten Körper gestellt und mit Filzschlägeln sanft angetönt werden.

Die hierbei auftretenden Klänge und Schwingungen umhüllen und durchströmen sanft den Körper und - am Ende gibt es sie: die Stille. Diese besondere, geradezu körperlich spürbare Stille, die nach innen führt, die die Gedanken zur Ruhe kommen lässt, die Klarheit einlädt.

In diesem Zustand ist es möglich, uns selbst in einem wohligen Gefühl wahrzunehmen. Unserer Seele Raum zur Entfaltung zu geben. Unserem Geist die benötigte Zeit zum Auftanken zu gewähren. Dies sind zentrale Aspekte für eine Gesundheit im ganzheitlichen Sinne. Sie sind die Basis für die Gestaltung eines freudigen, selbstbestimmten und kreativen Lebens.

Andreas Hüne
Dipl.-Soz.-päd. / HP-Psych.
Peter Hess®-Klangtherapeut
0511 - 910030
www.klangraum-hannover.de

 

BUCH-TIPP

Peter Hess, Klangschalen
Mein praktischer Begleiter

Verlag Peter Hess
EUR 9,80
ISBN-13: 9783938263280

Meine Klangschale – ein wertvoller Begleiter im Alltag.
Nur 2-5 Minuten täglich genügen, um Körper, Geist und Seele mit Klängen zu entspannen und nachhaltig die eigene Gesundheit zu stärken.
Peter Hess, der Pionier in der Arbeit mit Klangschalen, hat für Sie in diesem Buch die beliebtesten Klangübungen zusammengestellt. Schritt für Schritt begleitet er Sie in die faszinierende Welt der Klänge und gibt Ihnen Einblicke in sein umfangreiches Wissen.

Mit den ausführlichen Beschreibungen, Darstellungen und Informationen, die dieses Buch für Sie bereithält, können auch Sie Klangschalen zu einem wertvollen und praktischen Begleiter für Ihren Alltag werden lassen!

 

 

Bewusstheit und Wahrnehmung

© psdesign1 | fotolia.com

Bewusstheit und Wahrnehmung

Wer zu Stille und Klarheit gelangen möchte, erreicht dies am besten, aber sicher nicht nur, über Meditation. Meditation wiederum kennt viele Facetten, man mag es auch „Regeln“ nennen. Diese Regeln geben mal eine bestimmte Sitzhaltung vor, mal eine gewisse Dauer der Meditation oder hin und wieder eine definierte Haltung der Hände. Nichts davon halte ich für entscheidend, wenn jemand meditiert, denn der individuelle „Wohlfühlfaktor“ spielt eine immense und aus meiner Sicht tragende Rolle. Es gibt viele, die Ihnen etwas anderes verkaufen wollen. Ob Sie das glauben oder nicht, liegt, wie so vieles andere auch im Leben, ganz bei Ihnen. Wer sich im Leben zu vielen Regeln unterwirft, wird sicherlich in den seltensten Fällen zu Klarheit gelangen. Ganz im Gegenteil: Druck baut sich auf, wodurch vieles eher unklar wird. Über Meditation zu Stille und Klarheit zu gelangen, löst Druck hingegen gänzlich auf. Sie kehren zurück zum Kern, dem universellen Kern und auch dem Ihres persönlichen Seins. Und dieser Kern führt Sie an den Punkt, Entscheidungen zu treffen, neue Wege einzuschlagen, zu verstehen, dass sich keine neue Tür öffnet, bevor Sie eine alte schließen.
Ein Meditationsfaktor hingegen, gepaart mit einer gewissen Sichtweise, ist durchaus wichtig: frei von Gedanken zu sein, diese „abschalten“ zu können, ist eine Grundvoraussetzung, um meditativ voran zu schreiten. Zudem hat Meditation rein gar nichts mit Konzentration zu tun. Meditation ist Bewusstheit und Wahrnehmung zugleich, womit sich der Kreis nunmehr auch schließt. Über Stille zu Klarheit zu gelangen, erreiche ich durch Bewusstheit und Wahrnehmung. Diese schärfe ich durch Meditation. Und denken Sie immer daran: der Weg dorthin ist individuell. Genau so, wie Sie sich in kein „Lebensgerüst“ zwingen lassen sollten, handhaben Sie es auch mit dem Meditieren. In einer Welt und einem Land des Reglementierens dürfen Sie gern andere Wege gehen, um Ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Dies wiederum ist dann nicht nur Selbstverwirklichung, sondern auch universeller Einklang, wenn Sie es anderen gegenüber respektvoll tun.

Und lassen Sie sich nicht von den Banalsätzen des Genres verwirren: „Lebe im Hier und Jetzt“ oder „Der Weg ist das Ziel“. Oft
gehört oder gelesen und vergessen Sie das am besten auch gleich wieder. Treffen Sie einfach mal eine simple Entscheidung. Diese könnte zum Beispiel lauten: ich denke ab sofort weniger nach und bewege mich somit von Inaktivität zu handelnder Aktivität. Starten Sie sofort und verschieben Sie es nicht, wie so vieles, auf einen späteren Zeitpunkt. Stille – Klarheit – Entscheidungen – Aktivität. Die Zeit ist reif. IHRE Zeit.


Torsten Knölke, T. 0173 60 66 388
Institut für bewusste Lebensführung und mentales Erwachen
Informationen zu „Meditation Monday“ unter www.lifegoeson.de

 

 

Dankbarkeit

© michaelheim | fotolia.com

Mit dem Thema "Dankbarkeit" ist das ja so eine Sache. Viele Menschen behaupten von sich, sie seien für alle Hinweise, Feedbacks und Meinungen grundsätzlich dankbar. Meist ist das jedoch nur die halbe Wahrheit. Schauen wir uns doch einmal an, wofür ein Mensch fast grundsätzlich dankbar ist:  zum Beispiel Geschenke, Komplimente, Reichtum, Liebe, Zuneigung und … Ehrlichkeit.
Wofür ist ein Mensch meist nicht dankbar: zum Beispiel Gewalt, Beleidigung, Verlust, Armut, Tragödien und … Ehrlichkeit.
Was fällt uns auf? Der Begriff "Ehrlichkeit" taucht doppelt auf. Klassisches Szenario einer gerade neu begonnenen Liebesbeziehung: "Schatz, du kannst mir immer ehrlich alles sagen". Ach ja, wirklich? Oder bezieht sich das dann eventuell doch nur auf die positiven Ehrlichkeiten?
"Du siehst heute wieder fantastisch aus"! … "Du bist so ein toller Zuhörer"! … „So jemanden wie dich hatte ich wirklich noch nie!“ Das geht doch runter wie Öl, oder?. Wer möchte schon Dinge hören wie: Ehrlich gesagt liebe ich dich nicht mehr" oder "Dein Übergewicht macht dich so unattraktiv, dass ich keinen Sex mehr mit dir haben möchte“. So etwas sitzt und hat diesen Hauch von Ehrlichkeit, der eigentlich nicht gemeint und erwartet war. Wofür also soll ich denn nun dankbar sein im Leben? Die beiden Kumpels Peter und Achim unterhalten sich. Peter: "Also mal ehrlich Achim, meine Freundin Anja geht mir so richtig auf den Puffer". Und dann zählt er diverse Dinge auf, die das seiner Ansicht nach untermauern. „Meinst du nicht auch, ich sollte mich trennen“? Antwort vom gut funktionierenden Kumpel Achim: "Ach klar Peter, schieß die in den Wind." Egal, ob Mann oder Frau, so holt man sich gern die Bestätigung, etwas durchziehen zu dürfen. Nur ist im Leben nicht unbedingt Bestätigung wichtig, sondern auch gern mal eine fundierte Meinung. Würde also Achim sagen: "Ja Peter, wenn du das so siehst, dann solltest du das tun. Ich finde aber, dass Anja ein paar wirklich gute Eigenschaften hat". Und dann zählt er einige auf. Das ist sicher nicht zwingend, was Peter hören wollte, bringt ihn aber zumindest mal ins Grübeln.
Eines sollten wir immer verstehen: dieses Leben ist mehrheitlich wie eine Sinuskurve, es geht auf und ab, genau so, wie Menschen kommen und gehen. In einem normal langen Leben kann einem  niemand von Geburt bis zum physischen Tod die Stange halten, man erlebt glückliche und grauenhafte Momente, man täuscht sich in Menschen und wird mit Dingen konfrontiert, die man gern vermeiden würde. Entscheidend ist nicht, ob etwas passiert, sondern wie ich damit umgehe, wenn es passiert. Und nur wenn ich die sogenannten schlechten Erfahrungen annehme und besonders für diese dankbar bist, finde ich die Energie und den richtigen Weg, dieses Leben besser zu meistern. Und überhaupt: schlechte Erfahrungen gibt es ja bekanntlich gar nicht, denn diese sind grundsätzlich neutral. Was diese Erfahrungen negativ macht, ist lediglich unsere Wahrnehmung und unsere Gedanken, die wir uns dazu machen.
Also sind wir doch ab heute einfach mal für alles dankbar und unternehmen zumindest den Versuch, es nicht immer sofort zu bewerten, sondern einfach anzunehmen. Das gibt uns auf lange Sicht eine Menge Kraft!

Torsten Knölke
Institut für bewusste Lebensführung und mentales Erwachen

fon: +49 173 60 66 388

www.lifegoeson.de

 

 

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